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19.04.2013

ISPA Forum: Entscheidend ist, wie die Kommunikation der Maschinen genutzt werden wird

Beim ISPA Forum wurden Chancen und Herausforderungen von Machine-to-Machine Kommunikation diskutiert.

Der automatische Informationsaustausch zwischen Geräten, die sogenannte Maschine-to-Machine (M2M) Kommunikation, birgt das Potenzial, unseren Alltag komplett zu verändern. Im Rahmen des ISPA Forums „Look who´s also talking on the internet. Wie Maschinen miteinander reden" wurde erörtert, welche Herausforderungen und Chancen bei der Umsetzung von M2M-Kommunikation auftreten können.

Vorteile der M2M-Kommunikation müssen kommuniziert werden

Maximilian Schubert, Generalsekretär der ISPA, erläuterte, warum das Thema für den Verband der Internetwirtschaft so interessant ist: „Das Aufbereiten der technischen Grundlagen sowie die Implementierung der sehr unterschiedlichen Services stellen hohe Ansprüche an Internet Service Provider. Wir dürfen jedoch keinesfalls vergessen sowohl die Vorteile als auch die Herausforderungen dieser Technologien den Nutzerinnen und Nutzer zu kommunizieren. Denn gerade bei diesem Thema ist entscheidend, inwieweit und wie die Menschen die Kommunikation der Maschinen einsetzen werden.“

Entscheidend ist der Mensch, nicht die Maschine

Auf diesen zentralen Punkt wies auch Stefan Bachl, Wissenschafter und Lektor an der TU Wien, der kurzfristig für die leider erkrankte Karin Kappel eingesprungen ist, in seinem Impulsreferat hin: „Prinzipiell kann heute alles mit allem verbunden werden. Für diverse Bedürfnisse können Services etabliert werden. Es ist aber immer der Mensch, der Prozesse effizienter, schneller, automatischer oder günstiger gestalten möchte. Menschen brauchen aber mitunter recht lange, um Gewohnheiten zu ändern und Neues in Bestehendes einzubinden.“ Sofern gänzlich neue Services oder Prozesse entstehen, würden sich diese jedoch unglaublich rasch durchsetzen, erklärte Bachl.

Die Herausforderungen liegen in der Klärung grundlegender Fragen

Es seien die sich stetig verbessernden Rahmenbedingungen, die im Bereich der automatisierten Kommunikation mittlerweile Vieles möglich machten, erläuterte Alexander Decker, der bei T-Systems  für Portfolio-Innovation verantwortlich ist: „Allerdings stellt die mangelnde Interoperabilität der Systeme derzeit gewisse Hürden für weitere Entwicklungen dar. In Initiativen wie der Global M2M Association werde daher an der Ausformulierung einheitlicher Standards gearbeitet.“

Die Möglichkeiten der Verknüpfung werden letztendlich einen sorgsameren Energieverbrauch anregen

Die Vorteile für die Verbraucherinnen und Verbraucher betonte auch Michael Malzl, Leiter der Abteilung Messtechnik und Datenmanagement sowie Programmleiter "Smart Metering" bei Wien Energie Stromnetz. Am Beispiel des Smart Meterings, das Zählertechnologie mit Kommunikationstechnologien verknüpft, erläuterte er, dass diese Technik letztendlich das Nutzungsverhalten transparenter machen werde. „Diese Verknüpfung wird langfristig einen sorgsameren und sparsameren Energieverbrauch anregen“, so Malzl.

Einsatz von ‚intelligenten Agenten‘ ermöglicht anlassbezogene Optimierung

Auch Werner Weihs-Sedivy, Geschäftsführer von twingz.at, einem Unternehmen, das auf die automatisierte Steuerung von Geräten mittels des Internetdienstes Twitter spezialisiert ist, erläuterte anhand eines Beispiels aus der Energiewirtschaft, wie M2M-Kommunikation eingesetzt werden könne: „Der Einsatz von ‚intelligenten Agenten‘, deren Kollaboration mit weiteren ‚Knotenpunkten‘ auf Ebene der lokalen oder übergeordneten Netze stattfindet, ermöglicht, dass Anwenderinnen und Anwender ihren Energieverbrauch einfach und anlassbezogen optimieren können.“

Schnittstellen zwischen Mensch und Maschine müssen optimal gestaltet sein

Dass dem Innovationspotenzial von M2M die steigende Komplexität von Informationsprozessen sowie Herausforderungen an Datenschutz- und Sicherheitskonzepte gegenüber stünden, betonte Stefan Strauß vom Institut für Technikfolgen-Abschätzung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Entscheidend sei, die Schnittstellen zwischen Mensch und Maschine optimal zu gestalten und den sich ständig verändernde Anforderungen anzupassen. „Nur so kann man einem möglichen Kontrollverlust bei der Nutzung wirksam entgegensteuern“, betonte Strauß.

M2M wird die Gesellschaft langfristig verändern

In der Podiumsdiskussion herrschte Einigkeit darüber, dass Machine-to-Machine Kommunikation die Gesellschaft langfristig verändern werde. Auf die Verträglichkeit zwischen Mensch und Maschine müsse jedoch unbedingt geachtet werden. Wie diese erweiterte Kommunikationsform letztendlich aussieht, ist freilich noch offen.
Im Anschluss an den offiziellen Teil der Veranstaltung diskutierten die Gäste des ISPA Forums die während der Diskussion aufgestellten Thesen noch intensiv weiter.

ISPA Rückfragehinweis:

Ute Krotscheck
ISPA - Internet ServiceProviders Austria
Währinger Straße 3/18
A-1090 Wien, AUSTRIA
e-mailute.krotscheck (a) ispa.at 
tel.: +43 1 409 55 76
Web: www.ispa.at
Twitter: @ispa_at
Facebook: /ISPA.InternetServiceProvidersAustria

Über die ISPA

Die ISPA – Internet ServiceProvidersAustria ist der Verband der österreichischen Internetwirtschaft. Sie wurde 1997 als eingetragener Verein gegründet und vertritt rund 200 Mitglieder aus den Bereichen Access, Content und Service u.a. gegenüber Politik und Verwaltung und anderen Gremien. Ziel der ISPA ist die Förderung des Internets sowie die Kommunikation der Marktteilnehmer untereinander.

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