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02.04.2004

ISPA fordert schnelle Maßnahmen für Breitband Internet

Eine gemeinsame Kraftanstrengung ist jetzt notwendig Im Rahmen eines Pressegespräches wurde die von der ISPA beauftragte Studie von Arthur D. Little präsentiert, in der dem Breitband-Internet Österreichs eine deutliche Schwäche im Wachstum diagnostiziert wird.

Laut ISPA Präsident Johannes Schwertner ist Österreich auf dem besten Weg den Breitband Anschluss in Europa zu verlieren und sich wirtschaftliche Standortnachteile einzuhandeln.

„Wir benötigen eine gemeinsame Kraftanstrengung und eine Koordination aller Maßnahmen um nicht noch weiter zurückzufallen „sagte der ISPA Präsident „Dabei können wir uns an anderen Ländern wie Schweden oder Kanada ein Beispiel nehmen.“ Auf der einen Seite muss noch die Breitband Infrastruktur ausgebaut werden, so dass auch fast alle Österreicher die Möglichkeit eines Breitband Anschlusses erhalten, und auf der anderen Seite sollte das Bewusstsein über und die Nutzung von Breitband Internet gestärkt werden.

Die ISPA fordert daher drei konkrete Maßnahmen: Erstens, eine Koordinationskonferenz für den Breitband Infrastrukturausbau um die verschiedenen Initiativen von Bund, Ländern und Wirtschaft zu bündeln und eine höchst mögliche Effizienz der Maßnahmen zu erzielen.

Zweitens wiederholt die ISPA ihre Forderung nach einer Reduktion der Umsatzsteuer auf 10% bei allen Breitband Internet Zugängen bei Herstellung und laufenden Betrieb, da die bestehende Abschreibmöglichkeit für neue Breitbandanschlüsse nicht nachfragewirksam ist. Die Reduktion der Umsatzsteuer wäre sofort preiswirksam, für jeden gültig und einfach administrierbar. Schließlich gäbe es bereits das Beispiel beim Kabelfernsehentgelt.

Drittens pocht die ISPA auf ein breit angelegtes Informationsprogramm zum Thema Breitband, koordiniert von der Bundesregierung, unter Einbeziehung von Wirtschaft, öffentlicher Hand, Medien, Schulen und Universitäten, das bei der Bevölkerung und der Wirtschaft das Bewusstsein für die Vorteile und den Nutzen des Breitband-Einsatzes erhöhen soll.

„Die Ausstattung mit Breitband Internet und die allgemeine Nutzung von Breitband Internet wird für die wirtschaftliche Zukunft Österreichs, gerade in Zeiten der EU Ost-Erweiterung, entscheidend sein – und das muss man den Leuten auch näher bringen,“ bekräftigt der ISPA Generalsekretär, Kurt Einzinger die Forderung der Provider.

Laut Karim Taga, Bereichsleiter Telekommunikation von Arthur D. Little (ADL) Österreich, basiert die Studie auf einer internationalen Untersuchung, die von ADL in mehreren Ländern Ende vorigen Jahres
durchgeführt wurde. „Inzwischen ist schon allen europäischen Ländern die Bedeutung von Breitband Internet für ihre Wirtschaftsentwicklung bewusst geworden. Und die osteuropäischen Länder holen stark auf.“

„Wenn wir jetzt nicht entschieden handeln, werden wir es später bereuen,“ appellierte Johannes Schwertner „wir sind es dem Wirtschaftsstandort Österreich schuldig!“

ISPA Rückfragehinweis: 

Dr. Kurt Einzinger
ISPA Internet ServiceProviders Austria
Währingerstraße 3/18
A-1090 Wien, AUSTRIA
tel.: +43 1 409 55 76
fax: +43 1 409 55 76 21
e-mail: office (a) ispa.at

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