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22.02.2011

ISPA erwartet rege Diskussion über Vorratsdaten im Parlament

„Vorratsdaten an sich haben für Internet ServiceProvider keinerlei wirtschaftlichen Wert und belasten Unternehmen in einer wirtschaftlich ohnehin schon angespannten Situation. Die Speicherung von Vorratsdaten ist eine rein im öffentlichen Interesse gelegene Aufgabe. Daher fordern wir einen 100-prozentigen Kostenersatz vom Staat“, kommentiert Andreas Wildberger, Generalsekretär der ISPA, die Einigung der Regierung zur Umsetzung der Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung, „Auch die laufenden Kosten aller Abfragen müssen abgegolten werden. Denn nur so kann vermieden werden, dass die Behörden auf die Vorratsdaten übermäßig oft zugreifen.“

Grundrechte müssen gesichert sein

Wildberger betont abermals, dass die grundrechtlichen Auswirkungen der Umsetzung genau verfolgt werden müssen: „Dass der Richtervorbehalt bei der Beauskunftung von Kundendaten basierend auf IP Adressen nicht festgeschrieben wurde, ist schmerzlich. Deswegen setzen wir uns nach wie vor dafür ein, auch in diesen Fällen richterliche Kontrolle vorzusehen.“
Es müsse, so Wildberger, jedenfalls garantiert sein, dass die Informationspflichten gegenüber jenen, deren Daten beauskunftet wurden, lückenlos erfüllt werden.

ISPA erwartet rege Diskussion im Parlament

Das Thema Vorratsdatenspeicherung sei aber noch nicht ganz gegessen, so der ISPA Generalsekretär: „Wir erwarten eine rege Diskussion über dieses Gesetz im Parlament.“ Abzuwarten sei auch, welche Ergebnisse der Evaluierungsbericht der EU-Kommission zur Richtlinie bringen wird, ergänzt Wildberger. Dieser Bericht, der Ende März erwartet wird, könnte sich ebenfalls noch auf die endgültige Umsetzung auswirken.

Keine Umsetzung ist die beste Umsetzung

Dass die Provider die Richtlinie grundsätzlich ablehnen, hatte die ISPA in der Vergangenheit mehrfach betont: „Nach wie vor finden wir, dass keine Umsetzung die beste Umsetzung ist“, wiederholt Wildberger.

ISPA Rückfragehinweis:

Mag. Edith Michaeler
ISPA Internet ServiceProviders Austria
Währingerstraße 3/18
A-1090 Wien, AUSTRIA
tel.: +43 1 409 55 76
e-mail: edith.michaeler (a) ispa.at 

Über die ISPA

Die ISPA – Internet ServiceProvidersAustria – ist der Dachverband der österreichischen Internet Service-Anbieter und wurde im Jahr 1997 als eingetragener Verein gegründet. Ziel des Verbandes ist die Förderung des Internets in Österreich und die Unterstützung der Anliegen und Interessen von rund 200 Mitgliedern gegenüber Regierung, Behörden und anderen Institutionen, Verbänden und Gremien. Die ISPA vertritt Mitglieder aus Bereichen wie Access, Services, Hosting und Content und fördert die Kommunikation der Marktteilnehmer untereinander.

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